4 Mundmotorik-Übungen für Kinder bei Muskelschwäche
Haben Sie langsam das Gefühl, dass Ihr Kind Schwierigkeiten beim Sprechen hat? Keine Panik, ganz ruhig. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind einen bestimmten Teil seines Mundes nicht richtig benutzt, obwohl es ihn eigentlich bräuchte, besonders im Alter von 2–3 Jahren, dann...
Hast du das Gefühl, dass dein Kind Schwierigkeiten beim Sprechen hat? Keine Panik! Wenn du bemerkst, dass dein Kind einen Teil seines Mundes nicht richtig benutzt, besonders im Alter von 2–3 Jahren, solltest du es von einem Logopäden untersuchen lassen, um eine Art vonoraler-motorischer Störung auszuschließen.Artikulationsprobleme sind nur ein Anzeichen dafür, dass Hilfe notwendig sein könnte.
Die gute Nachricht ist: Wenn dein Kind brabbelt, versucht es, sich mitzuteilen! Gebrabbel ist nämlich ein Vorläufer der Sprache. Wenn dein Kind also brabbelt, ist es schon auf dem besten Weg, sich später mit richtigen Wörtern auszudrücken.
Was ist eine orofaziale/orale-motorische Störung?
Mundmotorische Störungen lassen sich grob in drei Hauptbereiche einteilen:
- Oral oder verbalApraxie:die Unfähigkeit des Mundes, das zu tun, was das Gehirn ihm sagt, aufgrund von Schwierigkeiten bei der motorischen Planung;
- Dysarthrie:die Unfähigkeit, sicher zu essen oder deutlich zu sprechen, aufgrund von Muskelschwäche oder -trägheit;
- Verzögerung in der Entwicklung der Muskulatur zum Essen.
Ursachen für orofaziale oder sensomotorische Störungen
Orale-motorische Störungen können durch eine fehlerhafte motorische Programmierung der Mundmuskulatur entstehen. Das bedeutet, dass das Gehirn zwar eine Nachricht an die Mundmuskulatur sendet, diese die Nachricht aber entweder nicht richtig empfängt oder falsch interpretiert.
Dann bewegen sich die Muskeln nicht richtig oder auf eine falsche Art und Weise, was es schwierig macht, die Nahrung im Mund zu kontrollieren und verständliche Sprache zu erzeugen.
Manche Kinder haben vielleicht Schwierigkeiten, sich die Bewegungen zu merken, was es dann erschwert, die Laute automatisch zu bilden.
Hast du das Gefühl, dass dein Kind Schwierigkeiten beim Sprechen hat?
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Ein schwacher Muskeltonus der Lippen, Zunge oder des Kiefers kann ebenfalls eine Ursache sein. Ich kenne die Details zu dem Kind, um das es hier geht, nicht. Aber wenn dein Kind Probleme mit der Bewegung bestimmter Teile des Mundes zeigt, beobachte es auch mal beim Essen.
Wenn es wirklich ein Problem ist, werden sie Schwierigkeiten haben, die Nahrung im Mund zu bewegen. Sie könnten auch Probleme beim Trinken mit Strohhalmen haben, wenn sie eine schwache Lippen- oder Zungenmuskulatur haben.
Lass dich logopädisch untersuchen!
Wenn du den Verdacht hast, dass bei deinem Kind eine orofaziale Störung vorliegt, kann dich dein Kinderarzt an einen Logopäden überweisen, der dein Kind richtig diagnostizieren kann.
Der Therapeut wird sich mit Ihnen zusammensetzen, um zu besprechen, was Ihnen zu Hause auffällt, und wird Ihr Kind dann auch untersuchen.
Diese Untersuchung kann Folgendes beinhalten:
- Auf Anzeichen von Schwäche oder niedrigem Muskeltonus achtenin den Lippen, dem Kiefer und der Zunge.
- Beobachten, wie gut das Kind Mundbewegungen koordinieren kann,indem es nicht-sprachliche Aktionen nachahmt, wie z. B. die Zunge von einer Seite zur anderen bewegen, lächeln, die Stirn runzeln und die Lippen spitzen.
- Beurteilung der Koordination und Abfolgevon Muskelbewegungen für die Sprache, während das Kind Aufgaben ausführt, wie z. B. die Diadochokinese, bei der das Kind Lautfolgen wiepuh-tuh-kuhso schnell wie möglich wiederholt.
- Testen der Fähigkeiten des Kindes in "realen" Situationen, wie z. B. das Ablecken eines Lollipops, und Vergleichen dieser mit den Fähigkeiten in "Spiel"-Situationen, wie z. B. dem Vortäuschen, einen Lutscher abzulecken.
Wenn eine Therapie empfohlen wird, erklärt euch der Therapeut oder die Therapeutin genau, welche Übungen und Bewegungen ihr mit eurem Kind machen könnt, je nachdem, wo es Unterstützung braucht.
4 Mundmotorik-Übungen für deutliche Aussprache, die ihr zu Hause ausprobieren könnt
Hier sind vier Beschäftigungen für Kleinkinder, die Artikulationsübungen und andere Sprachübungen beinhalten:
- Seifenblasen pustenDas hilft bei schwachen Lippen und Wangen, macht aber Spaß, und Kinder spielen mit Seifenblasen, ohne überhaupt zu merken, dass es Therapie ist.
- Mit Strohhalmen trinken.Das trainiert jeden Aspekt des Mundes eines Kindes. Kinder sollten ab dem ersten Lebensjahr Strohhalmbecher benutzen.
- Lustige Grimassen schneiden.Lass dein Kind in einen Spiegel schauen und lustige Grimassen nachahmen. Welche Grimassen das sind, hängt davon ab, welche Schwächen dein Kind zeigt. Auch das Üben von Kaubewegungen für Kleinkinder wird helfen!
- Lutscher. Ja, sie können in der Therapie eingesetzt werden. Dein Therapeut/Deine Therapeutin wird dein Kind den Lutscher oder verschiedene Bonbons mit der Zunge in unterschiedlichen Positionen ablecken lassen, damit die Zunge an Kraft gewinnt. Zungenübungen für die Sprachtherapie sind sehr wichtig.
Von Stacie Bennett